Ultraschall in der Schmerz- und Wundbehandlung.
Ultraschall ist eine mechanische Welle mit Frequenzen oberhalb des bewusst wahrnehmbaren Hörbereichs für Luftschall von etwa 16 Hz bis 16 kHz, die in ihrer Ausbreitung an ein elastisches Medium gebunden ist. Dadurch unterscheidet sich Ultraschall wesentlich von therapeutischen Verfahren auf der Grundlage von elektromagnetischen Wellen und Magnetfeldern, wie z. B. der Kurzwellentherapie oder der Magnetfeldtherapie. Die therapeutischen Effekte des Ultraschalls im Gewebe werden durch die thermische und mechanische Wirkungskomponente beschrieben. In welchem Grad und Verhältnis diese beiden Komponenten wirksam werden, ist abhängig von der Wahl der Schallkenngrößen, insbesondere der Ultraschallfrequenz.
Niederfrequenter Ultraschall hat gegenüber dem hochfrequenten Ultraschall
• eine geringere Absorption im Gewebe
• eine größere physikalische Eindringtiefe in das Gewebe
• stärkere Teilchenauslenkungen
• eine deutlich bessere Schalldurchdringung und -leitung im Knochen
• größere kinetische Effekte
• ein nahezu homogenes Nahfeld und stark divergentes Fernfeld
• eine sehr geringe Ausbildungswahrscheinlichkeit von stehenden Wellen